Zweieinhalb Jahre hat mich mein treues eTrex Venture HC auf unseren Streifzügen begleitet und war ein verlässliches und tolles Werkzeug. Mittlerweile aber sieht man “dem Gelben” die 800+ Caches auch schon an und die Ansprüche sind mit der Zeit gewachsen.
Vor allem die Möglichkeit umfassendes Kartenmaterial zu laden bzw. das Paperless Caching sind einfach mit diesem Veteranen nicht möglich.
Eigentlich war ich schon dabei für ein Gerät der Oregon Serie zu sparen als ich entdeckte dass Garmin die eTrex Serie komplett erneuert hatte. Nach kurzem Überlegen griff ich zum Telefon und habe etwas bestellt. Eine eTrex 30!
Die neue Serie arbeitet nun nicht nur mit den amerikanischen GPS Satelliten und irgendwann mit Gallileo, sondern die Geräte verarbeiten auch die Signale des russischen GLONASS systems. Gerade in schwirigen Situationen (Schluchten, Großstädten, direkt an Felswänden, unter Bäumen) verspricht sich dadurch eine deutliche Verbesserung der Genauigkeit.
Vor kurzem hat die Firma Fastrax einen Vergleichstest gemacht bei dem sie ein führendes reines GPS Modul gegen ein hybrides System in den Straßen von Dallas antreten ließen. Die reine GPS lösung wich hier teilweise deutlich ab und hatte einen wesentlich nidrigeren Space Vehicle Count. (Teilweise nur halb so viele sichtbare Satelliten)
[siehe Markt&Technik Sonderheft Wireless Technologies 2011 p.18 f] Ich bin gespannt wie sich das eTrex im echten Vergleich hier schlägt.
10 Tage später liegt es nun vor mir und ich möchte die ersten Eindrücke mit euch teilen:
Haptik:
Da eTrex 30 ist angenehm klein, absolut jackentaschentauglich, und liegt gut in der Hand. Der Joystick ist auf die rechte Seite gewandert, wodurch man beim Arbeiten damit das Display nicht verdeckt. Im Vergleich zur Venture Serie scheint die Gummierung rund um das Gerät nicht nur geklebt zu sein und dadurch (hoffentlich) haltbarer.
Die Tasten sind in ihrer Anordnung gleich geblieben und haben einen angenehmen Druckpunkt. Die Beschriftung der einzelnen Tasten ist nach vorne gewandert, sodass sie auch zu lesen ist, wenn das Gerät in der Hand liegt. Hier wurde mitgedacht!
Display:
Das neue eTrex hat ein Farbdisplay mit 176 x 220 Pixeln, welches sehr gut ablesbar ist, sowohl mit als auch ohne Hintergrundbeleuchtung. Das Format ist geringfügig anders wie bei den Dakota-Geräten (Don Qijote besitzt ein Dakota 20), die paar Pixel mehr in der Breite wirken sich jedoch positiv auf die Lesbarkeit bei den Listings aus.
Lieferumfang:
Hier hätte Garmin ein wenig großzügiger sein können. Neben dem Gerät befindet sich in der überraschend kleinen Schachtel, nur ein USB Kabel, das Quickstart Manual in 7 Sprachen und die Sicherheitsinformationen.
Eine Handschlaufe, bzw. das “Halsband” sucht man vergeblich.
Im Speicher des Gerätes findet man dann auch die vollständigen Handbücher in allen verfügbaren Sprachen.
Inbetriebnahme:
Die neueste Version von Basecamp unterstützt mittlerweile auch die neuen eTrex Modelle, hier gab es ja anfänglich noch ein paar Fehler. Beim ersten Verbinden hat dann die Software auch gleich auf eine neue Firmware hingewiesen und ein Update eingeleitet.
Danach habe ich ein Test-GPX File auf das Gerät gespielt und die OSM-Wanderkarte für Österreich, Schweiz,Süddeutschland und Italien von der Donau bis zum Gardasee auf das Gerät gespielt. Hier zeigt sich die erste Schwäche. Das eTrex hat “nur” einen USB 1.1 Anschluss also 40 Minuten warten…..
Weiter Karten werde ich wohl direkt auf die (extra zu erwerbende) micro SD Karte spielen.
Bei der nächsten Cache Tour werde ich das neue Gerät auf Herz und Nieren Testen und danach an dieser Stelle einen Erfahrungsbericht abliefern.
Auf alle Fälle bin ich soweit zufrieden mit meinem Kauf und werde das Neue demnächst gegen seinen Vorfahren antreten lassen.